Nun beginnt die Installation der diversen Badinstallationen. Es werden Vorrichtungen angebracht die hinter Vorwänden verschwinden:
Nun ist wieder ein großer Schritt vollbracht. Und der Eintritt verboten!
Heute morgen wurde ein riesengroßer Berg Sand vorm Herrenhaus abgekippt. Durch Zumischung von Wasser, Zement wurde dieser zu Heizestrich verarbeitet und deckt nun im EG die Fußbodenheizung ab.
Nun herrscht auf der Baustelle „Osterurlaub“. Zumindest bis Anfang nächster Woche, dann wird der Estrich zumindest wieder begehbar sein.
Im EG werden die Räume zusätzlich, zu der Wandheizung an den Außenwänden, mit einer Fußbodenheizung erwärmt.
Dazu werden Platten mit Noppen auf den ersten Estrich gelegt:
und dann die Heizschlangen verlegt:
im ersten Raum funktioniert die Fußbodenheizung schon.
Nächste Woche soll der Estrich darüber kommen.
„Wandflächenheizungen sind bei uns in Lehm eingeputzte Rohrregister.
Die Wärme wird per Strahlung abgegeben, dies ist eine angenehme Art der Heizung.
Zugerscheinungen, Staubverschwelung und Verunreinigung der Luft durch
Partikelverwirbelungen werden minimiert. Eingebettet in Lehmputz und auf der
Innendämmungen sorgen Wandflächenheizungen für das perfekt gesunde Raumklima.“
So preist es die Firma Claytec an, von der wir den Lehmputz beziehen.
Und so sieht die Verlegung der Heizschlangen aus:
Um die Großzügigkeit im EG ohne Einziehen eines Trägers zu erhalten und trotzdem im OG die ehemals vorhandenen Wände wieder herzustellen bzw. eine funktionale Raumaufteilung zu erhalten, mußten zwei Holzständerwände errichtet werden, die sich selbsttragend an massiven Wänden abstützen.
Diese werden noch gedämmt und auf der zweiten Seite beplankt.
Nachdem der Lehm-Grundputz ca. eine Woche getrocknet ist, werden, für die Innendämmung an den Außenwänden, die 4 cm dicken Holzfaserdämmplatten flächig angeklebt. In den Fensterlaibungen kommen 2 cm dicke Dämmplatten.
Das Raumgefühl hat sich schon durch den Lehmputz und die fast kuscheligen Dämmplatten enorm verbessert.
Die flächig angeklebten Dämmplatten werden zusätzlich verdübelt um Hohllagen zu vermeiden.
Das Herrenhaus mit seiner strukturreichen Fassade verbietet eine Außendämmung, um trotzdem energetisch auf den Stand der Technik zu sanieren, haben wir uns für Lehmputz mit Innendämmung entschieden.
Aufgrund ihres Tonanteils können Lehmputze Luftfeuchtigkeit aufnehmen und abgeben, was einer diffusionsoffenen und atmungsaktiven Wärmedämmung entspricht.
Dazu wird der in Bigpack gelieferte Lehmputz erdfeucht:
mit einer Putzmaschine mit Wasser vermengt und als Grundputz an das Mauerwerk gespritzt:
Nach dem Anspritzen wird der Putz noch grob abgezogen und eingearbeitet:
Die erste Trockenbauwand ist heute fertig geworden, sie ist die Wohnungstrennwand zum 2. Bauabschnitt, der zukünftigen Mietwohnung:
Diese Ständer sind beplankt und mit Dämmung befüllt worden:
Das ganze Haus allein zu nutzen ist uns nicht möglich. Bei der Neuerrichtung der Zwischenwände im OG richten wir uns zum größten Teil nach den ehemals vorhandenen Wänden. Z. B. zur Abgrenzung zum 2. Bauabschnitt, bei dem im OG eine Mietwohnung geplant ist, müssen wir von den historischen Vorgaben abweichen.
Deswegen wird diese ehemalige Saaltür
ausgebaut. Sie wird dann im UG in unserem Wohnbereich wieder eingebaut.
Die Türöffnung der Saaltür wird verschlossen, da genau auf dieser Höhe die Wand zum 2. Bauabschnitt gezogen wird: